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	<title>Japan Blog</title>
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	<description>regelmäßige Berichte aus Nippon</description>
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		<title>Japanische Architektur</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Dec 2013 20:03:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MartinLeib</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Mein letzter Abend in Japan ist nun angebrochen und damit wird es höchste Zeit dass ich euch mal kurz zeige wie ich die letzten 3 Monate gewohnt habe und wie die nähere Umgebung von dem Forschungsinstitut aussieht in dem ich gearbeitet habe. Auf dem RIKEN Forschungsgelände gibt es verschiedene Labore, drei Kantinen, ein Schwimmbad und...]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Mein letzter Abend in Japan ist nun angebrochen und damit wird es höchste Zeit dass ich euch mal kurz zeige wie ich die letzten 3 Monate gewohnt habe und wie die nähere Umgebung von dem Forschungsinstitut aussieht in dem ich gearbeitet habe.</p>
<p>Auf dem RIKEN Forschungsgelände gibt es verschiedene Labore, drei Kantinen, ein Schwimmbad und einen kleinen See an dessen Ufer das Haus steht in dem ich und alle anderen nicht japanischen Forscher die auf Besuch sind wohnen. Das Haus ist in dem traditionellen japanischen Stil gebaut. Das heisst es handelt sich um ein Gerüst aus Holz teilweise auch Bambus mit Füllungen aus Strohmatten und Lehm. Man kann die Bauweise also gut mit den Fachwerkhäusern aus Europa vergleichen, allerdings ist die Balkenstruktur nicht so kompliziert wie beim Fachwerk. In der Edo Zeit, also der Zeit in der Kyoto als Hauptstadt von dem aufstrebenden Tokyo (damals Edo) ersetzt wurde, gab es viele Brände. Die japanische Architektur aus dieser Zeit ist deshalb von Schlichtheit geprägt. Ausserhalb Tokyos wurden große Holzlager errichtet um im Fall eines Brandes die Häuser schnell wieder aufbauen zu können.</p>
<p>In der Meiji Zeit, der Zeit in der sich Japan nach dem Vorbild Europas modernisiert hat, liessen sich japanische Architekten stark von der Wiener Architektur inspirieren. Unsere Kantine ist aus dieser “Wiener-Zeit”. Die Backsteinbauten haben auch den Vorteil das sie einem Brand standhalten können. Allerdings waren die Backsteinbauten aus dieser Zeit nicht erdbebensicher und das heutige Bild Tokyos ist daher sehr stark durch Stahlbeton geprägt.</p>
<p>Alle japanischen Häuser besitzen mindestens ein Washitsu, einen Raum nach traditioneller japanischer Architektur. Der Washitsu ist mit Tatami Matten ausgelegt. Tatami Matten sind Matten aus Reisstroh die in ganz Japan die selbe Größe haben. In Japan wird daher teilweise die Größe eines Raumes nicht in Quadratmetern sondern in Anzahl der Tatami Matten angegeben. Als Wände in einem Washitsu werden Shoji verwendet. Shoji sind Schiebewände deren Elemente aus mit Reispapier beklebten Holzrahmen bestehen. Genauso wie die Wände sind in den Washitsu auch die Türen schiebbar und bestehen aus einem mit Reispapier beklebten Holzrahmen. Im Zentrum des Washitsu befindet sich ein tiefer Tisch, in etwa vergleichbar mit unserem Couchtisch. Um den Tisch sitzt die japanische Familie im Schneidersitz auf kleinen Kissen. Ursprünglich wurde in Japan auf rollbaren Matratzen, den Futons, direkt auf dem Boden geschlafen. Doch diese Art des Betts wurde fast komplett durch das westliche Holzbett mit Lattenrost ersetzt. Auch mein Zimmer hat leider nur ein Bett im westlichen Stil enthalten. Ich hätte auch beim Hausmeister um ein Futon bitten können wie ich erst zum Schluss meines Aufenthalts erfahren habe.</p>
<p>Zu jedem traditionellen Haus in Japan gehört auch noch der Garten und Garten und Haus werden mit einem Holzbalkon, dem Engawa verbunden. Der Engawa ist überdacht aber im Freien, darf nur mit Hausschuhen betreten werden und kann vom Garten aus durch einen speziell dafür vorgesehenen Stein betreten werden.</p>
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		<title>Japanische Gärten</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Dec 2013 15:34:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MartinLeib</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[So langsam nähert sich das Ende meines Aufenthalts in Japan und da hab ich mir gedacht ich sollte unbedingt noch mal beim Kaiser vorbei schauen um ihm Grüße aus Deutschland auszurichten. Der Kaiser wohnt in einem Palast mitten in Tokyo, umgeben von 3,41 Quadratkilometern Park in einer Gegend in der der Quadratmeter Baugrund in etwa...]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>So langsam nähert sich das Ende meines Aufenthalts in Japan und da hab ich mir gedacht ich sollte unbedingt noch mal beim Kaiser vorbei schauen um ihm Grüße aus Deutschland auszurichten. Der Kaiser wohnt in einem Palast mitten in Tokyo, umgeben von 3,41 Quadratkilometern Park in einer Gegend in der der Quadratmeter Baugrund in etwa 15200 Euro kostet. Sein Grundstück allein ist damit  knapp 52 Milliarden Euro wert! Zum Vergleich: Apple ist zur Zeit an der Börse in etwa 300 Millarden Dollar Wert. Würde sich der Kaiser von Japan also entschieden seinen Palast inklusive dem Park zu verkaufen könnte er wahrscheinlich die gesamte Firma Apple kaufen und hätte dann noch ein bisschen Wechselgeld um in einer kleineren Wohnung am Stadtrand von Tokyo unterzukommen.</p>
<p>Man könnte nun auf den Gedanken kommen, dass der Kaiser von Japan mit seinem riesigen Garten sich jederzeit über Gäste aus dem fernen Bayern freut. Wie ich feststellen musste ist das aber leider nicht so, nur am 23. Dezember, dem Geburtstag des Kaisers, und am 2. Januar, dem Neujahrsfest sind Besucher im Garten des Palasts zugelassen. An den restlichen Tagen des Jahres kann man sich aber immer noch einen kleinen Garten in östlicher Richtung direkt neben dem Palast anschauen oder auch den Korakuen Park, der einer der drei berühmtesten Gärten Japans ist. In dem Garten kann man die beeindruckenden Steinmauern bewundern die den Kaiserpalast umgeben oder auch die 260 Bäume von denen jeder eine der japanischen Präfekturen repräsentiert. Japanische Gärten sind gute Beispiele perfekter Landschaftsarchitektur. Sie werden gerne so angelegt dass sich dem Betrachter von jedem Punkt aus ein anderer Eindruck von der Umgebung ergibt. Ereicht wir dies durch einen dezentralen möglichst wenig Symmetrie aufweisenden Grundriss. Wege werden absichtlich krumm gebaut um die Aufmerksamkeit des Besuchers auf den Garten zu lenken, teilweise aber auch gerade um den Blick des Betrachters zu lenken. Der Korakuen Park ist um einen großen künstlichen See gebaut in dem sich eine schildkrötenförmige Insel befindet die ein langes Leben wie auch Weisheit repräsentiert. In den Seen in japanischen Gärten tummeln sich gelegentlich die bekannten japanischen Zuchtkarpfen, Koi. Im alten Japan wurden die Tiere aus Europa importiert  und galten deshalb wahrscheinlich als  Zeichen der Macht. Kois reagieren sehr empfindlich auf die Wasserqualität, brauchen eine Mindestwassertiefe von 1,30 Meter um ihren Winterschlaf halten zu können und sind sehr gesellig. Man sollte sich also niemals für seinen Teich nur einen einzigen Fisch kaufen.</p>
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		<title>Japanisches Essen</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Dec 2013 12:00:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MartinLeib</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn man nach einem guten Grund sucht um einmal Japan zu besuchen ist das für mich eindeutig das japanische Essen. Vieles was man in Japan so im alltäglichen Leben mitbekommt ist kein großer Unterschied zu europäischen Ländern mit Ausnahme des Essens. Die japanische Küche hat viele radikal ungewohnte Gerichte zu bieten die oft mit der...]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man nach einem guten Grund sucht um einmal Japan zu besuchen ist das für mich eindeutig das japanische Essen. Vieles was man in Japan so im alltäglichen Leben mitbekommt ist kein großer Unterschied zu europäischen Ländern mit Ausnahme des Essens. Die japanische Küche hat viele radikal ungewohnte Gerichte zu bieten die oft mit der uralten japanischen Tradition zu tun haben, wirklich alles zu nutzen was das Meer zu bieten hat.</p>
<p>Traditionell wird in Japan nach der Regel “ichiju-sansai” gegessen. “ichiju-sansai” bedeutet eine Suppe und drei Beilagen. Als Suppe wird normalerweise Miso-Suppe gereicht. Die Miso-paste wird, ähnlich wie die Sojasoße, aus fermentierten Soja Bohnen gewonnen. Die Brühe ist aus getrocknetem Seetang und teilweise auch Thunfisch der in hauchdünnen Scheiben getrocknet wird. Eine der drei Beilagen ist nahezu immer Reis. Das japanische Wort für Reis “gohan” bedeutet gleichzeitig auch Mahlzeit, womit die Bedeutung von Reis in japanischem Essen klar werden sollte. Fisch, gerne auch roh bei Sushi oder Sashimi, ist in Japan so wichtig wie Fleisch in Deutschland. Lange Zeit wurde in Japan nur Fisch gegessen. Erst als die Chinesen nach Japan kamen haben die  Japaner angefangen Fleisch zu essen. In Shibuya habe ich einmal zum Reiswein rohes Hühnerfleisch gereicht bekommen, also Sushi-Huhn. Das ist dann erst mal schon seltsam wenn man in Deutschland aufgewachsen ist und einem ständig klar gemacht wird dass man wegen der Salmonellen oder sonstigen Krankheitserregern auf keine Fall rohes Hühnerfleisch essen sollte.  Doch wie sich dabei und noch bei vielen anderen Gelegenheiten herausgestellt hat, kann man sich hundertprozentig auf die Essenshygiene in Japan verlassen. Ich hatte auch mal Sushi in einem Restaurant die das Sushi sobald es mehr als 34 Meter (einmal durchs Restaurant) auf dem Fliessband zurück gelegt hat wegwerfen. Frische ist in der Küche Japans oberstes Gebot.</p>
<p>Ausser der klassischen “ichiju-sansai” Mahlzeit sind in Japan auch Nudelsuppen sehr beliebt. Dabei wird unterschieden nach den verschiedenen Nudelsorten: Soba sind Nudeln aus Buchweizen, Udon sind aus Weizen und dann gibt es noch Ramen die nicht ursprünglich aus Japan sondern aus China sind. Ausser den Ramen Nudeln sind auch noch die “Gyoza”, Maultaschen mit den verschiedensten Füllungen, aus der chinesischen Küche übernommen worden. Zu den japanischen Suppen wird gelegentlich Tempura gereicht. Tempura ist Gemüse, Fisch oder auch Fleisch in einem Tempurateig im Fett heraus gebacken.</p>
<p>Seit der Meiji Zeit, in der viel von der damals viel moderneren westlichen Welt insbesondere England übernommen wurde, gibt es in Japan auch Curry. Dieses Curry erinnert aber nur noch entfernt an ein  Curry aus Indien und ist wohl die englische Variante des indischen Currys. Zur stark eingedickten, vegetarischen Currysoße mit Reis gibt es paniertes Fleisch in den verschiedensten Versionen.</p>
<p>Das einzige an der japanischen Küche was mir wirklich gar nicht gut schmeckt sind die Süßspeisen. Viele Süßspeisen in Japan werden mit süßen Kidneybohnen gemacht; manche Kuchen, Kekse aber auch Eis werden mit grünem Tee zubereitet.</p>
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		<title>Shichi-Go-San</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Nov 2013 13:10:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MartinLeib</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn man in Japan einen Schrein besucht kann man zu dieser Jahreszeit immer auch Kinder in Kimonos bewundern und sie fotografieren. Jedes Jahr am 15. , aber eigentlich auch an allen andern Tagen im November, feiern die Japaner Schichi-Go-San. Shichi-go-san ist japanisch und bedeutet wörtlich 7-5-3.  Jungen im Alter von 5 und 3 und Mädchen im...]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man in Japan einen Schrein besucht kann man zu dieser Jahreszeit immer auch Kinder in Kimonos bewundern und sie fotografieren. Jedes Jahr am 15. , aber eigentlich auch an allen andern Tagen im November, feiern die Japaner Schichi-Go-San. Shichi-go-san ist japanisch und bedeutet wörtlich 7-5-3.  Jungen im Alter von 5 und 3 und Mädchen im Alter von 3 und 7 ziehen an diesem Tag eine Kimono an und man bittet um gutes Wachstum und Gesundheit für die Kinder. Zur Zeit der Samurai in Japan durften die Kinder bis zu ihrem Shichi-Go-San Fest keine Haare auf dem Kopf haben. Heutzutage benutzen die Eltern diese Gelegenheit um ihren Nachwuchs den ganzen Tag zu fotografieren. In Asien gelten alle ungeraden Zahlen als glücksbringend und daher die spezielle Kombination von 7,5 und 3.</p>
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		<title>Nikko</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Nov 2013 14:15:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MartinLeib</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Letztes Wochenende habe ich mich zusammen mit meinen Kollegen vom RIKEN Institut, die ich am Wochenende zuvor bei dem japanischen Kulturfest kennen gelernt habe, aufgemacht in Richtung Nikko. Nikko ist eine Stadt in den Bergen, 140 Kilometer nördlich von Tokyo mit Tempeln die Teil des UNESCO Weltkulturerbes sind. Nikko liegt in einem gleichnamigen Naturschutzpark mit...]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Letztes Wochenende habe ich mich zusammen mit meinen Kollegen vom RIKEN Institut, die ich am Wochenende zuvor bei dem japanischen Kulturfest kennen gelernt habe, aufgemacht in Richtung Nikko. Nikko ist eine Stadt in den Bergen, 140 Kilometer nördlich von Tokyo mit Tempeln die Teil des UNESCO Weltkulturerbes sind. Nikko liegt in einem gleichnamigen Naturschutzpark mit vielen heissen Quellen und Wasserfällen. All dies macht Nikko natürlich zu einem sehr beliebten Ziel für Touristen aus Japan und aus der ganzen Welt. Deswegen hatten wir uns dazu entschieden am Samstag so früh wie möglich einen Zug nach Nikko zu nehmen, die Tempel anzuschauen, in Nikko zu übernachten und dann am Sonntagmorgen uns die Wasserfälle anzuschauen. Deswegen mussten wir am Samstag um 6 Uhr in der Früh schon die U-Bahn von Wako-Shi zum Bahnhof nach Asakusa nehmen um dann von dort aus den Zug nach Nikko zu nehmen und dort dann 3 Stunden später anzukommen. Und wie es immer so mit früh Aufstehen Ideen ist, man hat sie nicht allein und kann sich dann doch recht glücklich schätzen wenn man in dem Zug nach Nikko noch einen Sitzplatz bekommt. Nikko ist zur Zeit auch so beliebt weil sich die Blätter des japanischen Ahorns zu dieser Zeit zu einem nahezu unwirklich leuchtendem Rot verfärben.</p>
<p>In Nikko angekommen haben wir uns dann auch gleich auf den Weg zum Tempelberg hinter Nikko, vorbei an der heiligen Shinkyo Brücke, gemacht. Wie erwartet erstrahlt der Wald um Nikko herum in den schönsten Herbstfarben und der Weltkulturerbe Toshogu Schrein ist atemberaubend.</p>
<p>Der Toshogu Schrein wurde zu Ehren des Shogun Tokugawa Ieyasu und als dessen Gruft erbaut. Tokugawa Ieyasu hat das Tokugawa Shogunat 1603 begründet und damit Kyoto als alte Hauptstadt Japans abgelöst und den Aufstieg Edos (später Tokyo) bewirkt. Toshogu ist für einen japanischen Tempel  ungewöhnlich aufwendig gestaltet mit viel Blattgold, aufwendig bemalten Holz und filigranen Schnitzarbeiten. Unter diesen Schnitzarbeiten gibt es dann wiederum einige die herausstechen wie die schlafende Katze und die drei Affen. Diese drei Affen illustrieren das buddhistische Prinzip: “Mizaru,Kikazaru,Iwazaru” -(nichts (Böses) sehen, nichts (Böses) hören, nichts (Böses) sagen). Einer verdeckt sich die Augen, der andere die Ohren und der dritte den Mund. “zaru” ist hierbei eine grammatische Form die man einem Verb anhängen kann und bedeutet das man etwas nicht tut. Diese grammatische Form ist aber dem Wort “Saru”, das Affe bedeutet, sehr ähnlich und daher wahrscheinlich die Affen. In Japan und im Buddhismus allgemein symbolisieren die drei Affen die Innere Reinheit und Immunität gegen alles Schlechte in der Welt. In unserer westlichen Welt hat sich diese Aussage allerdings gewandelt: Die Affen stehen für das Fehlen an Zivilcourage und Unaufrichtigkeit gegenüber eigener Überzeugungen.</p>
<p>Nikko ist zu dieser Zeit im Jahr schon sehr kalt und wir haben uns direkt nach unserem Ausflug in ein Restaurant gesetzt und warme Soba Suppe gegessen. In Nikko wird die Soba Suppe zusammen mit Yuba Tofu serviert. Yuba wird gewonnen indem man die Haut die sich auf heisser Sojabohnenmilch bildet immer wieder abseit. Dabei entsteht ein blätterteigartiges Tofu das sich optimal mit Brühe vollsaugt wenn man es zusammen mit Suppe serviert.</p>
<p>Gegen 5 Uhr Abends haben wir uns dann aufgemacht zu unserem Hostel in Nikko , einem gemütlichen, kleinen Haus mit großem Gemeinschaftsraum mit angeheiztem Holzofen. Von da aus haben wir uns dann aber noch einmal aufraffen müssen um noch mal ins Zentrum von Nikko zu laufen und etwas zu essen zu finden. Wir haben uns nach kurzer Suche für ein Restaurant entschieden dass Shabu-Shabu serviert. Shabu-Shabu ist eine Fondue, bei dem man hauchdünn geschnittene Fleischscheiben in heissem Wasser zusammen mit Gemüse gar kocht um sie dann mit einem Sesamdip zu essen.</p>
<p>Nach einer sehr kurzen Nacht haben wir uns dann am Sonntagmorgen um 6 Uhr in den Bus gesetzt um vor den schon erwähnten Touristen an den Wasserfällen anzukommen. Wegen den über den ganzen Tag verteilten, kleinen Regenschauern waren wir aber ziemlich alleine an den Wasserfällen und auch auf unserer kleinen Wanderung auf einer Hochebene im Naturschutzgebiet Nikko. Den Tag abgerundet haben wir dann in einem Onsen am Gebirgssee Chuzenji. Durch die erhöhte vulkanische Aktivität im Erdbebenland Japan gibt es viele heisse Quellen. Die Japaner nutzen diese Quellen für den Bau von kleinen Thermalbädern, den Onsen. Ein Onsen Bad kann man gut mit einer Sauna vergleichen. Man duscht sich im Sitzen peinlichst genau, setzt sich dann in das Becken mit Wasser aus der heissen Quelle und duscht sich danach noch einmal ab und kann sich dann zum Schlafen in einen Ruheraum legen. Obwohl wir alle nach dem Bad im Onsen liebend gerne ein Runde geschlafen hätten war dafür keine Zeit, weil der letzte Zug von Nikko nach Tokyo um 17 Uhr fährt und so konnten wir uns erst um 10 Uhr Abends nach einem sehr schönen Wochenende in Nikko völlig erschöpft in unsere Betten legen.</p>
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		<title>Kamakura</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Nov 2013 10:51:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MartinLeib</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin nun schon seit längerer Zeit in einem Sprachkurs für Konversations-japanisch und alle Schüler dieser Sprachschule wurden letztes Wochenende eingeladen an einem Fest teilzunehmen dass uns die japanische Kultur etwas näher bringen soll. So sind wir also am Samstag um 12 Uhr in das Regierungsviertel Tokyos gefahren um uns dort in einem der Verwaltungsgebäude...]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin nun schon seit längerer Zeit in einem Sprachkurs für Konversations-japanisch und alle Schüler dieser Sprachschule wurden letztes Wochenende eingeladen an einem Fest teilzunehmen dass uns die japanische Kultur etwas näher bringen soll. So sind wir also am Samstag um 12 Uhr in das Regierungsviertel Tokyos gefahren um uns dort in einem der Verwaltungsgebäude im 43. Stock zu treffen. Dort haben uns dann eine Rakugo Aufführung und mehrere Stationen zum Ausprobieren von Teezeremonien, Origami und Go erwartet. Rakugo ist eine traditionelle Form japanischen Theaters bei dem ein Schauspieler alleine auf einem Tisch sitzend lustige Geschichten vorspielt und dabei alle Personen gleichzeitig spielt. Das ganze muss er mit einem Minimum an Requisiten bewerkstelligen, typischerweise mit einem Fächer. Nach der Vorführung wurde das Buffet mit Sushi und den verschiedensten leckeren japanischen Torten eröffnet. Da haben Sebastian, ein deutscher Physiker den ich vom Hallenfussball kenne, und ich uns natürlich nicht lange bitten lassen. Bei dieser Gelegenheit haben wir dann auch noch andere Forscher vom RIKEN Institut kennen gelernt die uns eingeladen haben mit ihnen am Sonntag nach Kamakura zu gehen.</p>
<p>Der Ausflug nach Kamakura wurde von einer Gruppe von drei Japanern die sich “japanize!” nennen organisiert. Die organisieren unentgeltlich Aktionen wie Sushi Kurse, Kimono tragen oder Hafenrundfahrten in Tokyo für Ausländer und Japaner um Ausländer in die japanische Gesellschaft einzubinden. Am Bahnhof von Kamakura hat sich dann auch eine bunt gemischte Gruppe von 50 Leuten aller Nationalitäten getroffen um sich zusammen Kamakura anzuschauen.</p>
<p>Kamakura ist eine Stadt an der Küste 50 Kilometer südlich von Tokyo. Kamakura liegt von allen Seiten umschlossen von Bergen am Meer. Die natürlich Festung Kamakura ist nur durch die sieben natürlichen Tore, kleine sehr enge Täler, von Aussen zu erreichen. In den Jahren 1192 bis 1333 war Kamakura die Hauptstadt Japans. Minamoto Yoritomo hatte sich im Gempei Krieg gegen den Taira Klan der in Kyoto zu dieser Zeit herrschte durchgesetzt. Lange konnte er allerdings sein Shogunat in Kamakura nicht geniessen. 1199 fiel er von einem Pferd und starb. Direkt nach seinem Tod versuchte Kyoto wieder die Macht über Japan zu erlangen, konnte sich aber nicht gegen die Hojo  Regenten von Kamakura durchsetzten. Die Hojo Regenten haben dann Japan bis 1333 regiert , mussten dann aber aus finanziellen Gründen die Macht wieder an Kyoto abgeben. Die erfolgreiche doppelte Abwehr der Hunnen, die sich vorher China unter den Nagel gerissen haben, hatte alle ihre Reserven verschlungen.</p>
<p>Übrig geblieben von dieser Zeit ist in Kamakura eine grosse Zahl von Tempeln, eine Prachtallee die den Hauptempel über drei Shintotore mit dem Strand verbindet und ein 11 Meter hoher Kupfer Buddha. Der Buddha war ursprünglich in einem Tempel. Der Tempel wurde aber im 15 Jahrhundert von einem Tsunami zerstört und nicht mehr wieder aufgebaut.</p>
<p>Nach unserem Besuch in Kamakura haben wir uns noch die Halbinsel Enoshima angeschaut. Enoshima ist eine etwa zwei Quadratkilometer grosse, felsige Insel. Auf ihr befinden sich mehrere Tempel und ein moderner Leuchtturm.</p>
<p>Den Tag am Strand haben wir dann Ausklingen lassen in einem traditionellen japanischen Fischrestaurant mit unmengen an rohem Fisch (Sashimi) und dem einen oder anderen Bier.</p>
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		<title>Meiji Jingu</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Nov 2013 12:00:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MartinLeib</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf einem meiner Ausflüge nach Shibuya habe ich mir zusammen mit meinen Physiker Kollegen auch den Meiji Schrein angeschaut. Der Meiji Schrein wurde zu Ehren des Kaisers Meiji und seiner Frau der Kaiserin Shoten im Jahr 1921 erbaut. Der Kaiser selber dürfte davon aber nicht mehr sehr viel profitiert haben wenn man bedenkt dass er...]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Auf einem meiner Ausflüge nach Shibuya habe ich mir zusammen mit meinen Physiker Kollegen auch den Meiji Schrein angeschaut. Der Meiji Schrein wurde zu Ehren des Kaisers Meiji und seiner Frau der Kaiserin Shoten im Jahr 1921 erbaut. Der Kaiser selber dürfte davon aber nicht mehr sehr viel profitiert haben wenn man bedenkt dass er 1912 gestorben ist. Der original-Schrein wurde im 2. Weltkrieg komplett zerstört und danach 1958 wie so viele Schreine in Japan von einer gemeinnützigen Organisation wieder aufgebaut. Im Jahr 2009 besuchte Hillary Clinton den Schrein als Aussenministerin der Regierung unter Obama. Und dann 2010 war sogar unser Guido da und hat sich den Schrein angeschaut.</p>
<p>Als wir allerdings den Schrein besuchten war, ausser uns natürlich, keine prominente Person anwesend. Dafür Unmengen an Touristen und auch ein paar Hochzeitspaare. Anscheinend heiraten Japaner gerne in komplett traditionellem Umfeld im Kimono umgeben von einer Horde von Hobbypaprazzis und mir. Das Hochzeitspaar dass ich fotografiert habe hatte sogar einen Fotografen mit historischer Kamera. Ausserdem kann man sich auf dem Gelände des Schreins auch noch die geopferten Sake Fässer und geopferte Fässer französischen Weins anschauen. Als wir uns den Schrein angeschaut haben war eine Vorführung mit schauerlich schrägem Flötenspiel in traditionellen Kostümen. Die Priester oder Mönche haben einen stilisierten Kampf aufgeführt in einem boxring-ähnlichem Gebilde in der Mitte des Schreins. Leider habe ich aber von dem Ganzen nur sehr wenig verstanden.</p>
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		<title>Shibuya</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Nov 2013 12:00:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MartinLeib</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Tokyo besitzt nicht nur ein Stadtzentrum sondern mehrere die alle zu einem bestimmten Zweck da sind. Shibuya zum Beispiel ist das Modezentrum Tokyos und zu fortgeschrittener Stunde Treffpunkt der Jugend mit zahlreichen Bars, Ramen (japanische Nudelsuppe) Shops und Klubs. Shibuya ist auch das erste Stadtviertel in Tokyo dass ich mir angeschaut habe und in dem...]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Tokyo besitzt nicht nur ein Stadtzentrum sondern mehrere die alle zu einem bestimmten Zweck da sind. Shibuya zum Beispiel ist das Modezentrum Tokyos und zu fortgeschrittener Stunde Treffpunkt der Jugend mit zahlreichen Bars, Ramen (japanische Nudelsuppe) Shops und Klubs. Shibuya ist auch das erste Stadtviertel in Tokyo dass ich mir angeschaut habe und in dem ich inzwischen schon zum dritten mal war. Einmal war ich alleine in Shibuya und hab mir den Yoyogi Park angeschaut. Der Park ist im Norden Shibuyas und wahrscheinlich einer der belebtesten Parks die ich jemals gesehen habe. Viele Tokyoter leben in sehr kleinen und teuren Wohnungen in denen sie ihren Hobbies nur schlecht oder gar nicht nachgehen können. Deshalb sieht man in dem Yoyogi-Park Leute Trompete spielen, die neueste Choreographie für einen Tanz einstudieren oder auch mit den verrücktesten Kostümen rum laufen und sich fotografieren lassen. Der Park bietet auch die Möglichkeit sich ein Fahrrad auszuleihen um dann auf einer Strecke zu fahren die nur für diesen Zweck da ist. Das ist vor allem bei Familien mit kleinen Kindern sehr beliebt. Im nördlichen Teil des Parks ist dann noch der Heirin-Ji Schrein über den ich noch ausführlich in einem weiteren Artikel schrieben will.</p>
<p>Ausserdem kann man in Shibuya noch in einem Kaufhaus über 11 Stockwerke die verschiedensten Lebensmittel einkaufen. Über dem Kaufhaus ist dann noch ein Theatersaal  und ein Hotel über die restlichen 12 Stockwerke. Von oben hat man dann einen wunderbaren Blick über den ganzen Trubel auf dem Hachiko Platz. Der Hachiko Platz ist Tokyos  Times Square der von einem dichten Netz von Zebrastreifen überzogen ist, die alle 2 Minuten von gigantischen Massen Tokyoter überflutet werden. Namensgeber für den Platz ist der treue Hund Hachiko der von 1923 bis zu seinem Tod im Jahr 1935 auf seinen Besitzer gewartet hat. Professor Ueno, der Besitzer von Hachiko, war gestorben im Jahr 1923, was Hachiko aber nicht davon abgehalten hat jeden Tag zur selben Zeit wie Professor Ueno normalerweise mit dem Zug zurück gekommen war, auf dem Platz auf ihn zu warten. Neben einem festen Platz im kollektiven Gedächtnis aller Japaner hat ihm das einen Hollywood Film mit Richard Gere und eine Bronzestatue auf dem Hachiko Platz in Shibuya eingebracht. Die Statue die man man sich heute auf dem Platz anschauen kann ist allerdings nicht die Statue die dort noch zu Lebzeiten Hachikos aufgestellt wurde. Die Originalstatue wurde im 2. Weltkrieg eingeschmolzen und hat vermutlicherweise einigen Amerikanern das Leben gekostet.</p>
<p>Wenn man einfach nur durch die Strassen Shibuyas schländert kommt man sich ein bisschen vor wie auf der Wiesn mitten in dem Bereich der Fahrgeschäfte. Überall gibt es Leuchtreklamen oder gleich Videoleinwände und in jedem Laden läuft die Musik so laut dass man den Nachbarn übertönen kann. In der Nacht fahren LKWs durch die Strassen deren Anhänger riesige Leuchtreklamen sind und die wiederum mit voller Lautstärke Musik beziehungsweise Werbeslogans in den engen Gassen Shibuyas verbreiten.</p>
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		<title>Hakone</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Nov 2013 12:19:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MartinLeib</dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem der Ausflug nun schon zwei Wochen zurück liegt muss ich euch nun davon berichten. Das verlängerte Wochenende an dem ich den Berg Kumotori bestiegen habe, habe ich noch für eine weiteren Ausflug mit Kollegen aus München und einem Kollegen aus Heidelberg den ich beim Futsal spielen kennengelernt habe genutzt. Organisiert hat den ganzen Ausflug Alex, einer der Experimentalphysiker aus München mit dem ich zusammen arbeite und den ich zufällig in Japan auf einem Seminar getroffen habe.</p>
<p>Eigentlich beginnt die Geschichte spät am Abend vor dem Ausflug als ich mich eigentlich schon entschieden hatte nicht mitzufahren aber von meinen Kollegen doch überredet wurde mitzufahren. Zum Glück habe ich mich dann doch überreden lassen in der Früh um 6 Uhr aufzustehen und zusammen mit dem Physiker aus Heidelberg mich auf den Weg nach Ikebukuro zum Bahnhof zu machen. Dort mussten wir die anderen Kollegen erst mal finden weil die nicht wissen konnten dass wir nun doch mitfahren würden weil wir das in der Nacht zuvor um 1 Uhr entschieden hatten. Eigentlich hatte ich auch schon aufgegeben doch wie durch ein Wunder haben wir den richtigen Fahrkartenschalter noch rechtzeitig gefunden. Und die Münchner waren auch noch da und wir haben uns zusammen ein Zugticket für die Fahrt nach Hakone und ein Regionalticket für Hakone gekauft.  Unser erstes Fortbewegungsmittel an diesem Tag sollte dann der Zug “Romancecar” sein. Obwohl wir leider keine Sitzplatzreservierung zusammen bekommen konnten und uns über den ganzen Zug verteilen mussten ist dann doch ein bisschen Romantik aufgekommen. Der Zug hat riesige Fenster, man kann vorne rausschauen und gleitet mit etwa 80 Km/h durch Tokyo. Ich hatte das Glück den Sitzplatz direkt in der Spitze des Zuges zu bekommen und saß neben einem japanischen Vater der zusammen mit seiner Familie, also Kindern im Alter von 6 und 4 und Frau, genauso wie wir auf dem Weg nach Hakone war. In Hakone angekommen war nur Zeit um ein paar Fotos zu machen und und dann sind wir auch schon gleich in das nächste Fortbewegungsmittel eingestiegen: Eine Zahnradbahn. Mit der ging es dann auch schon ein gutes Stück den Berg von Hakone rauf. Von der Zahnradbahn aus sind wir dann direkt in eine Seilbahn eingestiegen. Diese Seilbahn hält den Weltrekord der meisten Fahrgäste pro Jahr! Sie führt bis direkt unter den Gipfel des Bergs von Hakone direkt vorbei an den heissen Quellen und dem Schwefelabbaugebiet. Die heissen, schwefelhaltigen Quellen sind dann auch die Hauptattraktion des Bergs der im Vergleich zu den Voralpen-Bergen klein ist. Oben angekommen war unsere erste Aufgabe uns zusammen mit Unmengen anderer Touristen, vor allem Japaner, durch den Andenkenladen zu drängen und etwas zu Essen für ein spätes Frühstück zu finden. Danach sind wir dann in Richtung Schwefelquellen aufgebrochen. Begleitet von nicht immer sehr angenehm riechenden Dampfschwaden steigt man zusammen mit den anderen Touristen eine etwa 300 Meter lange Treppe hoch an deren Ende sich ein weiterer Laden befindet. Dort gibt es dann die Schwefeleier für die die Gegend berühmt ist. Die Eier werden im rohen Zustand in die heisse Quelle gelegt und werden dort hart und von aussen ganz schwarz. Man sagt sich dass man sieben zusätzliche Jahre Leben geschenkt bekommt wenn man eins dieser Eier isst. Ganz geschenkt sind die sieben Jahre dann aber doch nicht: ein Ei kostet 100Yen (ungefähr 75 Cent). Freunde der Multiplikation müssen sich auch auf eine Enttäuschung einstellen: vom Verzehr von mehr als 3 Eiern wird aus gesundheitlich Gründen abgeraten. Nachdem wir dann alle unsere Leben um sieben Jahre verlängert hatten, sind wir mit der Seilbahn auf der andern Seite des Bergs hinunter gefahren. Dort haben wir dann auf einem Piratenschiff angeheuert  das uns über einen malerischen See zu einem Shinto Schrein gebracht hat. In der untergehenden Sonne haben wir uns dann noch diesen Schrein angeschaut. Von dort aus sind wir dann mit einem Bus, der eigentlich nur im Stau stand, wieder zum Bahnhof gefahren um dann mit dem “Romancecar” wieder zurück nach Tokyo zu fahren. Abends um 10 war ich dann wieder zu Hause und konnte auf einen Tag zurückblicken an dem ich so viele verschiedene Verkehrsmittel wie noch nie benutzt hatte.</p>
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		<title>Mt. Kumotori</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Oct 2013 06:00:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MartinLeib</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Da es schon am Vormittag geregnet hat und wohl auch den ganzen Nachmittag regnen wird, wenn man dem Wetterbericht vertraut, habe ich heute viel Zeit um euch von meinem letzten Wochenende zu erzählen. Es war ein verlängertes Wochenende weil es das 2. Wochenende im Monat Oktober war und die Japaner immer am zweiten Montag im...]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Da es schon am Vormittag geregnet hat und wohl auch den ganzen Nachmittag regnen wird, wenn man dem Wetterbericht vertraut, habe ich heute viel Zeit um euch von meinem letzten Wochenende zu erzählen. Es war ein verlängertes Wochenende weil es das 2. Wochenende im Monat Oktober war und die Japaner immer am zweiten Montag im Oktober ihren Nationalfeiertag haben. Es ist der „Gesundheit und Sport“ Tag der Japaner weil die Olympischen Spiele in Tokyo 1964 an diesem Tag eröffnet wurden. Dieses lange Wochenende habe ich genutzt um am Samstag auf einen Berg zu steigen und am Montag mit Kollegen aus München und Heidelberg ebenfalls einen Ausflug in die Berge zu unternehmen. Zuerst aber zu meinem Ausflug alleine auf den Berg Kumotori.</p>
<p>Ich hatte in der Woche vor meinem Ausflug durch Zufall einen meiner Experimentalphysik Kollegen aus München bei einem Seminar an der Todai Universität in Tokyo getroffen. Der ist ein Garchinger Urgestein (dort geboren und aufgewachsen) und passionierter Bergsteiger. Er war auch schon im Himalya und konnte natürlich seinen Aufenthalt in Japan nicht ohne die Besteigung des Fujis vergehen lassen. Er hat mir dann auch Materialen per Email über Anreise und Aufstieg auf den Fuji zugeschickt. Allerdings ist die Saison für Fuji-Besteigungen schon ab September zu Ende und die Anreise kompliziert und langwierig (in etwa 5 Stunden nur der Hinweg). Deshalb und weil ich mich immer noch unsicher fühle beim Zugfahren in Japan, es kommt durchaus vor, dass man in einem Zug sitzt in dem alle Stationen nur in japanischen Schriftzeichen und alle Durchsagen nur in japanisch sind, habe ich mich entschieden einen Berg zu besteigen der näher an Tokyo liegt.</p>
<p>Meine Wahl ist auf den Berg Kumotori gefallen. Er ist 2017 Meter hoch, man hat von oben einen guten Blick auf den Fuji und man kommt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln von Tokyo innerhalb von drei Stunden an den Berg. Also habe ich Google um einen Plan mit allen nötigen Umsteigstellen gebeten und mich in der Früh um 6 auf den Weg gemacht. Zu meiner Überraschung gab es dann aber auch prompt eine U-Bahn die Google mir andrehen wollte komplett nicht und stattdessen saß ich in einer der oben erwähnten Linien die eigentlich nur für Muttersprachler gemacht sind. Nach einer halben Stunde japanische und chinesische Schriftzeichen im U-Bahnfahrplan und meiner App mit dem gesamten Bahnnetz von Tokyo Vergleichen, bin ich aber dann doch noch in der richtige Bahn gelandet die mich in die Berge bringt. Doch da hat auch schon die nächste Herausforderung auf mich gewartet. Ich musste noch mit einem Bus weiter an den letztendlichen Einstiegspunkt für meine Tour. Zum Glück konnte ich aber einem der herumstehenden Busfahrer die vorher ausgedruckte Version meines Einstiegsorts in japanischen Schriftzeichen zeigen und er hat sich wirklich rührend um mich gekümmert. Er hat mir den Bus gezeigt in den ich einsteigen muss und auch dem Busfahrer noch mal gesagt dass er mich 37 Haltestellen später rausschmeißen soll. Bei dem ganzen hin und her habe ich dann auch noch eine japanische Familie mit belgischem Freund getroffen die den selben Berg wie ich besteigen wollten. An die habe ich mich auch dann am ersten Teil des Weges hingehängt bis ich die chinesischen Schriftzeichen für den Berg Kumotori mir gemerkt hatte. Die Busfahrt geht an einem schönen Gebirgssee mitten in völlig bewaldeten Bergen entlang und endet dann auf einer Höhe von etwa 500 Metern über normal Null. Das heisst man hat 1500 Höhenmeter zu überwinden um auf den Gipfel zu kommen. Und das habe ich dann auch ein bisschen unterschätzt weil ich es von München eigentlich gewohnt bin dass ein 2000 Meter hoher Berg eigentlich keine Herausforderung ist. Alle Japaner die mit mir auf dem Weg nach oben waren, so auch die Familie die ich schon im Bus getroffen hatte, wollten den Berg in einer 2 Tagestour machen. Deswegen musste ich mich beeilen und war schon bald nicht mehr mit der japanischen Familie und ihrem belgischen Freund unterwegs. Japanische Berge sind sehr stark bewaldet und der ganze Weg auf den Gipfel führt immer im Schatten von Zedern entlang. Teilweise wächst auch noch schulterhoch Schilf unter den Zedern. Kurz vor dem Gipfel kommt eine kleine Hochebene auf der die meisten Japaner ihr Zelt aufschlagen. Dafür war ich leider nicht ausgerüstet sondern musste schnell auf den Gipfel um noch bei Licht wieder vom Berg runter zu kommen und den letzten Bus zum Bahnhof zu erwischen. Von oben hat man wie angekündigt einen herrlichen Blick auf den Fuji und auch die tokyoter Bucht lässt sich komplett einsehen. Am Gipfel habe ich dann ein Paar Fotos mit Selbstauslöser gemacht und mich mit einem alten japanischen Ehepaar unterhalten dass schon mal in Deutschland war und dann musste ich mich auch schon an den Abstieg machen um nicht zu spät runter zu kommen. Das hat dann aber auch wunderbar geklappt und ich bin nach einem weiteren kleinem Umweg im U-Bahnnetz von Tokyo um 10 Uhr Abends glücklich und erschöpft wieder in meiner Wohnung auf dem RIKEN Forschungsgelände angekommen.</p>
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